Outdoor-basierte Mentorenprogramme verändern junge Leben
Der Schulweg war schwierig (Legasthenie und ADHS machten es mir nicht leicht). Schließlich studierte ich in Alabama Biologie mit Schwerpunkt Wildtiere und zog später nach Colorado, wo sich mir die Welt des Outdoor-Sports eröffnete.
Mein Einstieg in den Bergsport war vielleicht nicht der eleganteste. Als Anfänger im Skifahren landete ich auf einer Backcountry-Hüttentour, meine erste Outdoor-Klettertour war eine mehrere hundert Meter lange Mehrseillänge, und meine erste Mountainbike-Erfahrung endete mit einem unfreiwilligen Sturz auf einem Black-Diamond-Trail. Das ist kein Einstieg, den ich Neulingen empfehlen würde, aber mit der Zeit entwickelte ich Fähigkeiten und Selbstvertrauen. Der Wunsch, anderen den richtigen Zugang zur Natur zu zeigen, hat mein Engagement geprägt.
Ich teile diese Geschichte, weil sie zwar meine eigene ist, aber viele junge Menschen ähnliche Erfahrungen machen. Ich möchte sicherstellen, dass zukünftige Generationen Zugang zu Möglichkeiten haben, die mir damals gefehlt haben.
Vor etwa zehn Jahren begann ich, nach Outdoor-Jugendorganisationen für ehrenamtliches Engagement zu suchen. So fand ich SOS Outreach, eine Non-Profit-Organisation, die Mentoring und Outdoor-Sport nutzt, um Tausende junger Menschen zu erreichen.

Im Rahmen des Programms lernen die Teilnehmenden Skifahren oder Snowboarden und werden mit ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren zusammengebracht. Neben gemeinsamen Tagen im Schnee nehmen sie an Workshops zu Lebenskompetenzen teil und engagieren sich in gemeinnützigen Projekten.
Gemeinsame Zeit in den Bergen stärkt die Bindung zwischen Mentor und Mentee nachhaltig. Das Mentoring hat mir die Möglichkeit gegeben, für andere das Vorbild zu sein, das mir selbst als Jugendliche gefehlt hat. Zeit in der Natur fördert Selbstvertrauen, Stärke und Unabhängigkeit – das sehe ich bei den Kindern deutlich.
Viele potenzielle Ehrenamtliche sagen mir, dass sie gerne mentorieren würden, sich aber unsicher fühlen im Umgang mit Kindern. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: regelmäßig präsent sein, authentisch bleiben, den Kontakt suchen und Vertrauen mit der Zeit wachsen lassen.
So schön es ist zu geben, bin ich immer wieder überrascht, wie viel Mentorship zurückgibt. Ich lerne enorm viel von den Kindern, die ich begleite, und verlasse den Berg nach einem gemeinsamen Tag jedes Mal erfüllt.
Nicht jede Person kann Zeit spenden, doch wer dazu in der Lage ist, möchte ich ermutigen, ein Mentoring – bei SOS oder einer anderen Organisation – in Betracht zu ziehen. Die Arbeit von SOS ist wirklich lebensverändernd, und ich bin dankbar, Teil davon zu sein.
Mentorship kann einschüchternd wirken, aber der Nutzen überwiegt den Einsatz bei Weitem. Jugendliche brauchen heute mehr denn je positive Vorbilder. Ich weiß, dass ich selbst eines gebraucht hätte – deshalb glaube ich fest an die Wirkung dieser Arbeit.
SOS Outreach sucht ehrenamtliche Mentor:innen für die Wintersaison 2024/25. Weitere Infos und Bewerbung unter: https://sosoutreach.org/mentor/

